Hegel, Marx und Engels

Eine Sache, über die jemand nach geltender Rechtsnorm verfügen kann. Umgang mit Eigentum und Verpflichtungen, die damit verbunden sind, haben Philosophen aller Jahrhunderte stark beschäftigt. Zwei Positionen sind bis heute sehr mächtig:

Die Philosophie Hegels, die besagt, dass Privateigentum die Voraussetzung von Freiheit ist;

und die Theorie von Karl Marx, dass Privateigentum die Voraussetzung für Ausbeutung, Entfremdung und Unterdrückung bedeutet.

In der neuzeitlichen Diskussion um Eigentum stehen Aspekte wie „Verteilungsgerechtigkeit“ und „Chancengleichheit“ im Vordergrund.

www.bayern2.de Glossar zu Ethik und Philosophie

 

«Ihr entsetzt euch darüber, daß wir das Privateigentum aufheben wollen. Aber in eurer bestehenden Gesellschaft ist das Privateigentum für neun Zehntel ihrer Mitglieder aufgehoben; es existiert gerade dadurch, daß es für neun Zehntel nicht existiert. Ihr werft uns also vor, daß wir ein Eigentum aufheben wollen, welches die Eigentumslosigkeit der ungeheuren Mehrzahl der Gesellschaft als notwendige Bedingung voraussetzt. Ihr werft uns mit einem Worte vor, daß wir euer Eigentum aufheben wollen. Allerdings das wollen wir

(Karl Marx und Friedrich Engels ‚Manifest der Kommunistischen Partei, MEW 4, S. 477)

 

Quelle: Oxfam-Studie


 

Da hat der alte Henry Ford wohl etwas mißverstanden, als er sagte:
"Der oberste Zweck des Kapitals ist nicht, mehr Geld zu schaffen, sondern zu bewirken, dass sich das Geld der Verbesserung des Lebens widmet."

Der erste, der ein Stück Land mit einem Zaun umgab und auf den Gedanken kam zu sagen »Dies gehört mir« und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der eigentliche Begründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wieviel Elend und Schrecken wäre dem Menschengeschlecht erspart geblieben, wenn jemand die Pfähle ausgerissen und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: »Hütet euch, dem Betrüger Glauben zu schenken; ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass zwar die Früchte allen, aber die Erde niemandem gehört«.

 Jean-Jacques Rousseau schweizerischer Philosoph, Schriftsteller und Staatstheoretiker* 28.06.1712 - Genf, Schweiz † 02.07.1778 - Ermenonville bei Paris, Frankreich