Eigentum neu denken

"Hütet euch, auf diesen Betrüger zu hören; ihr seid verlorgen, wenn ihr vergesst, dass die Früchte allen gehören und die Erde niemanden"  So Jean-Jaques Rousseau in seiner Abhandlung "Über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleicheit unter den Menschen".

Der Erwerb des rechten Maßes an Eigentum trieb die französischen Politiker des 18. Jhd. und "Ist Eigentum ein unverletzliches Menschenrecht, das in erster Linie vor staatlichen Eingriffen geschützt werden muß? Oder ist ein freier Staat im Gegenteil verpflichtet, die Freiheit der Bürger gegen die Willkür von Großeigentümern zu verteidigen?

Wann ist Eigentum ein unerlässliches Mittel der Persönlichkeitsentfaltung und wann bedeutet es, "die Macht zu produzieren, ohne zu arbeiten" (Pierre-Joseph Proudhon in "Eigentum ist Diebstahl")

John Locke hat im 17. Jhd. die These verfochten, dass jeder Mensch ein natürliches Eigentum an seinem Körper, als auch an seinen Feähigkeiten und seiner Kraftanstrengung habe. Dies Recht setzt sich naturgemäß im Eigentum an den Ergebnissen seiner Arbeit fort.

Legitimes Eigentum entsteht also durch Arbeit. Immerhin schufteten zu Lockes Lebzeiten in Europa die meisten Menschen auf Äckern, die ihnen nicht gehörten und deren Früchte sie nicht genießen konnten, so wie heute die Mehrheit in Unternehmen arbeitet, die ihnen nicht gehören und deren Erträge andere kassieren.

Sahra Wagenknecht überschreibt ein Kapitel in ihrem Buch "Reichtum ohne Gier" mit Eigentum neu denken