Eigentumstheorien

Eigentumtheorien in Wikipedia

Daraus:

In der Gegenwartsliteratur mehrt sich die Sicht des Eigentums als ein „Bündel“ von Rechten und Pflichten in einem demokratischen Rechtsstaat. Es umfasst insbesondere folgende Komponenten:

  • Das Recht zu besitzen (right to possess) – die ausschließlich physische Kontrolle über eine Sache. Ist die Sache unkörperlich, kann Besitz auch metaphorisch verstanden werden;

  • Das Recht zum Gebrauch (right to use) – die persönliche Nutzung der Sache im engeren Sinne, d.h. unter Ausschluss der Punkte drei und vier;

  • Das Verwaltungsrecht (right to manage) – das Recht, über den Gebrauch des Eigentumsgegenstandes, z.B. im Wege der Lizenzerteilung, zu bestimmen;

  • Das Recht auf den Ertrag aus der Eigentumsnutzung (right to the income);

  • Das Recht des Verbrauchs oder der Zerstörung (right to consume or destroy);

  • Das Recht, den Eigentumsgegenstand zu modifizieren oder zu verändern (right to modify);

  • Das Recht der Veräußerung (right to alienate) – Übertragung „inter vivos“ oder Dereliktion;

  • Das Recht auf Sicherheit (right to security) – Schutz vor Enteignung;

  • Das Recht der Vererbung (incident of transmissibility);

  • Die Abwesenheit zeitlicher Schranken (incident of absence of term);

  • Das Verbot des (bewusst) schädlichen Gebrauchs (prohibition of harmful use);

  • Die Pfändbarkeit (liability to execution) – die Verwertung des Eigentumsobjekts im Wege der Zwangsvollstreckung;

  • Die übrigen, ergänzenden Bestimmungen (residuary character) – hier handelt es sich um diejenigen Normen, die den Heimfall von (zeitlich) abgelaufenen oder aufgegebenen Eigentumsrechten regeln (Bestimmungen über die gesetzliche Erbfolge, die Ersitzung, den Verbleib des aufgegebenen Eigentums u.ä.).“