Personen

nach Bayrischen Rundfunk Radio Wissen Ethik und Philosophie

Badesalz

Hessisches Comedy-Duo, bestehend aus Hendrik „Henni“ Nachtsheim und Gerd Knebel.


Duchrow, Ulrich (*1935)

Professor für systematische Theologie an der Universität Heidelberg. Er zählt zu den Vertretern des kirchlichen Antikapitalismus. Kapitalismus bedeutet aus seiner Sicht Häresie (Irrglaube im weiteren Sinn); bereits 1970 veröffentlichte er die Untersuchung
„Christenheit und Weltwirtschaft“. Durch die Globalisierung der Wirtschaft und die dagegen gerichteten Protestbewegungen werden seine Thesen sehr intensiv diskutiert.


Lukrez (99 v. Chr. - 55 v. Chr.)

Geboren als Titus Lucretius Carus, römischer Dichter und Philosoph. Lukrez war ein Schüler von Epikur und verfasste Schriften in Versform. Ziel seiner Lehren ist die Befreiung des Menschen von Religion und Aberglauben durch Erkenntnis der Zusammenhänge in der Natur. Sein zentrales Werk „De rerum natura“ – „Über die Natur“ umfasst sechs Bände.


Mill, John Stuart (1806-1873)

Britischer Nationalökonom und Philosoph. Er versuchte eine Wissenschaftsmethodik zu entwickeln, mit der man in Themengebieten wie Politik und Soziologie ebenso präzise Prognosen formulieren konnte, wie sie in der Physik möglich waren. Dazu sollte das ‚System der deduktiven und induktive Logik’ dienen, der Lehre von den richtigen Verallgemeinerungen aus genauen Einzelbeobachtungen. Gemeinsam mit seiner Frau Harriet Taylor veröffentlichte er 1848 die „Grundsätze der politischen Ökonomie“, in der u.a. die Ursachen des niedrigen Frauenlohns analysiert wurden.


Schumacher, Ernst Friedrich (1911-1977)

Geborgen in Bonn, in den 30er Jahren nach England emigriert Studium der Volkswirtschaftslehre in Bonn und Berlin und an der „London School of Economics and Political Science“. Während des Krieges und nach Kriegsende arbeitete „Fritz“ Schumacher als Wirtschaftberater der britischen Regierung, u.a. als Chefökonom der Kohlebehörde, die mit 800.000 Angestellten einer der größten Organisationen ihrer Zeit war. Seiner Überzeugung nach ist eine gute Arbeit für die menschliche Entwicklung wesentlich. Berühmt wurde er durch sein Buch "Small is beautiful – Die Rückkehr zum menschlichen Maß“, das er 1973 veröffentlichte. Dieser Titel wurde
zum Leitspruch einer Bewegung, die sich gegen die Maxime vom ewigen Wachstum in der Wirtschaft als Voraussetzung für den Wohlstand einer Gesellschaft wandte.

 

Shaw, Bernard (1856-1950)

In Dublin geboren, absolvierte er dort eine kaufmännische Lehre und ging 1876 nach London. Er schrieb Romane, arbeitete als Musik- und Theaterkritiker und wurde einer der berühmtesten englischsprachigen Dramatiker. Durch seine intensive Beschäftigung mit den Schriften von Karl Marx, Friedrich Nietzsche und anderen und wurde zum entschiedenen Sozialisten und scharfen Gesellschaftskritiker. Sein Bekennermut und sein wortgewandtes Engagement verschafften ihm bald Weltruf. Die Bühne benutzte er als "moralische Anstalt". Er bekämpfte die herrschende Wirtschaftsordnung und die überlieferten Gemeinschaftsformen und wandte sich gegen gesellschaftliche Heuchelei und religiöse Unduldsamkeit. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören „Candida", "Pygmalion", "Der Kaiser von Amerika",
sowie "Mensch und Übermensch" und "Die heilige Johanna". 1926 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet, den er an eine Stiftung weiter reichte.


Sloterdijk, Peter (*1947)


Geboren in Karlsruhe, Studium der Philosophie, Germanistik und Geschichte in München und Hamburg. Sloterdijk zählt zu den produktivsten zeitgenössischen Philosophen, bekannt geworden ist er auch durch die ZDF-Fernsehsendung „Das Philosophische Quartett“, das er gemeinsam mit Rüdiger Safranski präsentiert. Für Aufsehen sorgte er vor allem 1983 mit der zweibändigen "Kritik der zynischen Vernunft", die zu den meistverkauften philosophischen Büchern des 20. Jahrhunderts gehört. Sloterdijk lehrt als Professor für Philosophie an der Karlsruher Hochschule für Gestaltung und an der Wiener Akademie der bildenden Künste.


Solon (um 640 v. Chr. - 559 v. Chr.)

Griechischer Staatsmann und Lyriker, der zu den sieben Weisen Griechenlands gezählt wird. Er reformierte die Athener Verfassung, um die Kluft zwischen Adel und Volk zu verringern. Standesvorrechte und Beamtenwillkür sollten abgeschafft und eine nach Leistung gestaffelte Beteiligung aller Bürger an der Regierung eingeführt werden. Zudem sorgte er für die Abschaffung von Wucher und kämpfte gegen die Abhängigkeiten, denen Kleinbauern durch Verschuldung ausgesetzt waren.